Weitet
man das Rohr über das Anlagestadium
hinaus auf, erreicht man das Dichtwalz-Stadium. Die Walzstelle
verhindert jetzt nicht nur
die Spaltkorrosion sondern übernimmt zusätzlich
abdichtende Funktion.
Die
Aufweitungsdifferenz zwischen Anlage- und
Dichtwalzaufweitung wird 'Haftaufweitung' genannt. Diese Haftaufweitung
darf in keinem
Falle so groß sein, daß durch übertriebene
Materialverformung die Moleküle des
Rohrmaterials ihre Kohäsion aufgeben.
Das Rohrmaterial beginnt dann zu altern, evtl. zu blättern
oder zu zerbröckeln,
was zu Undichtigkeiten führen kann. Es ist vorgekommen,
daß beim Abdrücken die
überwalzte Verbindung zwar standhielt, unter Betriebsbedingungen
aber nach wenigen Tagen
versagte.
Da
die Voraussetzungen zum richtigen Einwalzen durch Rohrabmessung,
Werkstoff, Walzbreite sowie Betriebsdruck bedingt werden,
empfiehlt
es sich, mehrere Walzversuche vorzunehmen, durch die man die
richtige Haftaufweitung
ermitteln kann.
| Rohrabmessung:
30 x 3 mm |
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| Bohrung im Boden : | 30,4 |
mm |
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| - 2x3mm Wandstärke : | - |
6,0 |
mm |
| theor.Innen-Ø des Rohres bei Anlage in der Bohrung : | 24,4 |
mm |
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| zzgl.
z.B. 20% Haftaufweitung bezogen auf die Wandstärke des Rohres (20% von 3mm) : |
+ |
0,6 |
mm |
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| theor. Innen-Ø des Rohres nach dem Dichtwalzen : | 25,0 |
mm |
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| Als Anhaltspunkt gelten: | |||
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Anlagewalzung
: ca. 3 - 5% Haftaufweitung
Dichtwalzung : ca. 15 - 20% Haftaufweitung |
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